Die staade Zeit

… ist ja meistens so gar nicht ruhig und besinnlich. Neben Weihnachten steht immer auch das Ende des Kalenderjahres und damit für fast alle Firmen das Ende des Geschäftsjahres an. Wie in vielen Branchen geht es in den letzten Wochen des Jahres auch bei mir beruflich hoch her. Dieses Projekt muss unbedingt noch dieses Jahr produktiv gehen, für jenes muss noch dieses Jahr eine Abnahme erreicht werden. Alles, damit die Zahlen fürs aktuelle Jahr noch einen Tick besser werden. Wobei das dieses Jahr durchaus etwas mehr Berechtigung hatte als all die Jahre zuvor, in denen es schon es schon etwas von den Ritualen hatte, von denen keiner mehr so genau weiß, wie sie in grauer Vergangenheit einmal entstanden sind, die aber keiner in Frage zu stellen wagt.

Neben dem beruflichen Hochbetrieb kommt dann auch noch der private dazu. So viel ich auch immer wieder darüber grüble, mich diesen jährlich wiederkehrenden Geschehen zu entziehen – bisher habe ich es noch nicht geschafft, mich über diesbezügliche Erwartungshaltungen komplett hinweg zu setzen.

Auch der ganz normale Alltagseinkauf ist in dieser Jahreszeit üblicherweise noch von mehr vollen Läden und hektischen Menschen geprägt als sonst. Jedoch nicht so heute: bei den letzten Besorgungen für’s Abendessen und den Sonntag war es im nahen Einkaufszentrum so leer und ruhig wie ich es an einem Samstagnachmittag noch nie erlebt hatte – schon gar nicht an einem Adventswochenende. Fast leergefegt waren die Gänge und selbst in den wenigen noch offenen Lebensmittelläden war wenig los und das Personal an den Theken wartete auf Kundschaft.

Auf dem Weg zum Ausgang wurde mir bei diesem Anblick nochmal so richtig bewusst, wie anders dieses Jahr doch ist. Und vielleicht werden die verbleibenden Tage des Jahres doch noch etwas ruhiger und entspannter…

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